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Poppy – Die Fee im Schuhkarton

Feen sind zuckersüß? Von wegen…

Chanty und die nervigste Fee der Welt • Ab 7 Jahren zum Selberlesen

Worum es in dieser Geschichte geht

Worum es in dieser Geschichte geht

Chanty startet voller Vorfreude in das neue Schuljahr der 4b. Endlich fühlt sie sich groß, doch zu Hause scheint das niemand zu bemerken. Ihre Mutter behandelt sie noch immer wie ein Kindergartenkind, und genau das bringt Chanty ordentlich durcheinander.

Als sie einen ungeliebten Schuhkarton mit schweinchenrosa Ballerina, die sie furchtbar peinlich findet, loswerden will, macht sie eine unerwartete Entdeckung: Darin sitzt Poppy, eine Fee. Allerdings keine von der niedlichen Sorte, sondern eine echte Nervensäge, die alles auf den Kopf stellt. Und genau das hatte Chanty nun wirklich nicht eingeplant.

Dieses Buch ist für Kinder, die…

Dieses Buch ist für Kinder, die…

  • neugierig auf magische Wesen sind, die nicht immer brav sind
  • Bücher mögen, die sich leicht und lebendig lesen lassen
  • es lieben, wenn Humor und Fantasie zusammenkommen
  • Geschichten mögen, die nah an ihrer eigenen Lebenswelt sind

Leseprobe

Leseprobe

»Wo ist Luzi?«, fragte ich Mama, als sie mit dem Müllbeutel in der Hand zurückkam.

»Sie schläft noch. Du kannst heute zuerst ins Bad.«

Aber ich wollte überhaupt nicht ins Bad. Ich musste Mama davon abhalten, meine allerliebsten Schuhe wegzuschmeißen. Bloß wie? Grübel, grübel.

Ich wollte sie erst einmal unter der Bettdecke in Sicherheit bringen, doch Mama kam mir zuvor. Sie schnappte die Schuhe und hielt sie mit einem Tadaaa über den offenen Müllsack. Dann ließ sie meine Turnschuhe mit einem zufriedenen Grinsen los. »Treffer, versenkt«, sagte Mama.

»Für immer und doch nie vergessen«, fügte ich hinzu.

»Und jetzt zieh die neuen Ballerinas an.« Auch wenn Mama liebevoll sprach, war das ein Befehl. Den hätte sie sich sparen können. Ich konnte wohl schlecht barfuß auf die Straße gehen und musste in diese entsetzlichen Latschen schlüpfen. Mir wurde schlecht.

»Ich lege dir ein passendes Kleid raus«, schlug Mama vor.

»Aber bitte kein pinkes …«

Zu spät.

»Das hier ist toll«, sagte sie und löste ein Kleid aus rosafarbener Spitze vom Kleiderbügel.

»Ich geh doch nicht als Prinzessin verkleidet in die Schule«, protestierte ich. Aber wenn Mama sich etwas in den Kopf gesetzt hatte, dann halfen kein Aber und kein Nein. Ich gab mich geschlagen und zog das Kleid über.

Als ich ins Bad ging, raschelte es um mich herum. Ich war komplett von Spitze und Rüschen umgeben, die bei jedem Schritt auffällige Geräusche machten. Und die Ballerinas machten auf den Fliesen im Bad ein lautes Klick, Klack. Davon wurde Luzi wach.

»Wo willst du hin?«, fragte sie, als ich fertig mit dem Zähneputzen war.

»Dort, wo du noch lange nicht hingehörst«, erwiderte ich.

»Ich komme auch bald in die Schule«, entgegnete Luzi, »aber ich geh da nicht so komisch angezogen hin wie du.«

»Da gebe ich dir ausnahmsweise recht«, seufzte ich, »denn, wenn du so am ersten Schultag aufkreuzen würdest, würden dich die anderen Kinder –«

»Chanty«, unterbrach mich Mama, »wo ist meine Halskette, die ich gestern Abend im Bad auf die Ablage gelegt habe? Hast du sie weggenommen? Sie würde gut zu deinem Outfit passen, aber sie war ziemlich teuer. Gibst du sie mir bitte wieder?«

»Ich habe deine Kette nicht«, antwortete ich.

»Wirklich nicht? Wo habe ich sie bloß hingelegt?« Mama suchte die ganze Wohnung ab, doch die Kette war nicht zu finden.

Als ich in mein Zimmer zurückging, um meine Schultasche zu packen, lag mir der blöde Schuhkarton im Weg. Ich verpasste ihm einen Tritt.

»Autsch!«, drang es aus der Kiste.

»Was war das denn?«, fragte ich und beugte mich hinunter. Im Schuhkarton saß doch tatsächlich eine kleine Fee. Eine Spielfigur von Luzi? Klar, dass musste es sein. Und eine die sprechen kann. Natürlich. Ich streckte meine Hand aus, doch zog sie sofort wieder zurück, als die Fee auf den Rand der Kiste hüpfte. Sie flatterte wild mit ihren zarten winzigen Flügeln und versprühte bei jeder Bewegung Glitzerfunken.

»Luzi«, rief ich laut, »was ist das für ein Ding hier?«

Luzi kam angelaufen und fragte: »Wo?«

»Na, im Karton. Da liegt eine von deinen Spielfiguren.«

»Wie soll die da hineingekommen sein?«, fragte Luzi, warf einen kurzen Blick in den Karton und sah mich verwundert an. »Ich sehe keine Spielfigur.«

Ich schaute prüfend hinunter. Tatsächlich, die Fee war nicht mehr da.

Informationen zum Buch:

  • Zum Vorlesen und Selberlesen ab 7 Jahren

  • 144 Seiten, Hardcover

  • Farbig illustriert von Mimi Hecher

  • Hardcover mit Glitzereffekt auf dem Cover

  • ISBN: 978-3-98830-021-8

Erhältlich im stationären Buchhandel sowie online.

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