Anna Äpfelchen
Jeden Tag ein neues Abenteuer
Ein Zauberbeutel voller Feenmagie • Zum Vorlesen ab 4 Jahren
Worum es in dieser Geschichte geht
Worum es in dieser Geschichte geht
Im Feenwald lebt die kleine FeeAnna Äpfelchen mit ihren Freundinnen, der klugen Raupe Zitrönchen und der fröhlichen Fee Frida Fliegenpilz. Jeden Tag gibt es im Feenwald etwas Neues zu entdecken: Ein Spaziergang durch die Blütenwiesen, ein Abenteuer mit den Tieren des Waldes oder eine knifflige Aufgabe, die nur mit ein bisschen Magie gelöst werden kann.
Anna trägt immer ihren Zauberbeutel bei sich, der voller Feenstaub steckt. Doch eines ist sicher: Anna weiß nie genau, wie der Zauber wirken wird! Mal bringt der Zauberstaub Freude, mal eine kleine Überraschung.
Dieses Buch ist für Kinder, die…
Dieses Buch ist für Kinder, die…
- kurze Geschichten mögen, die man gut vorlesen kann.
- Freude an Feen, Tieren und magischen Wesen haben
- zur Ruhe kommen wollen
- Geschichten mögen, bei denen jedes Kapitel etwas Neues bereithält mit widerkehrenden Figuren
Leseprobe
Leseprobe
»Guten Abend, heller Mond!«, ruft Anna und ist müde. Es ist schon spät am Abend. Anna schüttelt das Kissen und die Bettdecke auf und löscht das Licht.
»Gemütlich ist es, ins kuschelige Bett zu gehen und die Sterne am Himmel funkeln zu sehen.«
Gähnend sinkt Anna in die Kissen und schläft sofort ein. Auch Zitrönchen auf dem Dach schläft tief und fest unter den Sternen. Die Vögel schnarchen leise in den Bäumen. Im ganzen Feenland ist es friedlich und ruhig.
Doch plötzlich tönt ein lautes Kra-rah und Jucheee durch die Luft.
Vor Schreck wäre Anna beinahe aus dem Bett gefallen. »Was war das!?« Sie knipst das Lämpchen auf dem Nachttisch an. Draußen scheppert es noch einmal. »Dieses Geschrei klingt wie eine Horde Wölfe. Wieso sind die Tiere so aufgeregt?«
Zitrönchen, die an der Hauswand herunterkrabbelt, setzt sich zitternd auf die Fensterbank. »Das sind keine Wölfe, Anna«, flüstert sie. »Das sind Hexen.«
Anna lacht. Doch als sie in Zitrönchens ängstliches Gesicht sieht, macht sie der Raupe einen Vorschlag: »Leg dich zu mir ins Bett.«
»Fürchtest du dich nicht?«, fragt Zitrönchen und kriecht unter die Bettdecke.
»Nein, im Apfelhaus sind wir sicher.«
»Hoffentlich«, seufzt die kleine Raupe. Und weil es unter der Decke schön warm ist, fallen ihr die Augen zu, und sie schläft ein.
Draußen bleibt alles ruhig. Der Lärm ist vorüber. Auch Anna versucht, wieder einzuschlafen. Doch kaum hat sie sich an die kleine Raupe gekuschelt, geht das Geschrei wieder los.
»Es scheint weit weg zu sein«, überlegt Anna, »trotzdem beunruhigt es mich ein bisschen.«
Plötzlich klopft es an die Tür. »Anna, bist du zuhause? Ich bin es, Frida.«
Anna steigt aus dem Bett und lässt Frida hinein. Aufgeregt flattert die Freundin ins Haus. »Bei dem Lärm kann ich nicht schlafen.«
»Wir auch nicht«, erwidert Anna.
»Wir?«, fragt Frida verwundert.
»Zitrönchen versteckt sich unter der Bettdecke.«
»Ich habe Angst«, sagt Frida. »Hast du für mich auch Platz in deinem Bett?«
»Ihr zwei Angsthasen«, kichert Anna. »Verkriecht euch gerne unter meiner Decke. Ich schaue nach, woher der Lärm kommt.«
»Du bist ganz schön mutig«, staunt Frida. »Dann komme ich mit.«
»Aber ihr könnt mich doch nicht allein hierlassen«, jammert Zitrönchen.
»Dann setz dich auf meinen Rücken und begleite uns«, schlägt Anna vor. Und schon fliegen sie zu dritt zur Tür hinaus – mitten hinein in die Dunkelheit.
»Eine dicke Wolke hat sich vor den Mond geschoben«, bemerkt Frida. »Wir müssen warten, bis sie fortgezogen ist. Dann wird es ein wenig heller.«
Zitrönchen seufzt. »Und wo fliegen wir hin mitten in der Nacht?«
»Ich glaube, wir sollten in Richtung Wald fliegen«, meint Anna.
»Das denke ich auch«, stimmt Frida zu.
»Hoffentlich erwartet uns dort nichts Gefährliches.«
»Wir hätten besser die Polizei rufen sollen«, ist sich Zitrönchen sicher. »Mit Hexen ist nämlich nicht zu spaßen.«
»Hexen?«, fragt Frida erschrocken. »Von denen habe ich auch nichts Gutes gehört. Wir sollten uns vor ihnen in Acht nehmen.«
Anna schüttelt den Kopf. »Nun beruhigt euch wieder. Im Feenland gibt es keine Hexen. Ganz sicher ist es eine Horde junger Wölfe, dich sich nicht zu benehmen weiß. Wir müssen es ihnen beibringen.«
»Hoffentlich hast du recht«, meint Frida.
Als sich die Wolke verzogen hat und das helle Mondlicht silbern über die Landschaft fällt, fliegt Frida voraus.
Am Waldrand angekommen, bleibt alles still.
»Wir können wieder umkehren«, schlägt Frida vor. »Ist doch alles ruhig hier.«
Zitrönchen nickt.
»Komisch«, wundert sich Anna. »Womöglich sind die Wölfe weitergezogen. Oder sie sind eingeschlafen.«
»Zum Glück, denn ich bin ziemlich müde«, gähnt Frida.
Doch als die drei zurückfliegen, heult und jault es wieder ganz fürchterlich durch die Nacht: »Jahuuuu! Kra-raah!«
»Hört ihr?«, ruft Frida erschrocken. Sie bekommt eine Gänsehaut.
»Ganz schön unheimlich«, bestätigt Anna.
»Jetzt ist es ganz nah. Lasst uns in den Wald hineinfliegen und nachsehen.«
»Ohje, muss das sein?« Zitrönchen kneift die Augen fest zusammen.
Informationen zum Buch:
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Zum Vorlesen ab 4 Jahren
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96 Seiten, Hardcover
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Farbig illustriert von Reka Kovacs
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Hardcover mit Glitzereffekt auf dem Cover
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ISBN: 978-3-98830-018-8
Erhältlich im stationären Buchhandel sowie online.





